Penang – der Geschmack einer ganzen Insel
Penang gilt als die Streetfood-Hauptstadt Südostasiens, und genau diese Insel hat Inhaberin und Köchin Kiren Kumari Alt-Amrik Singh nach München gebracht. Auf Penang lebten über Jahrhunderte Malaien, chinesische Händler, indische Arbeiter und Nyonya-Familien Tür an Tür – jede Gemeinschaft brachte ihre Gewürze, ihre Techniken, ihre Feste mit. Was daraus entstand, ist keine einzelne Küche, sondern ein Gespräch zwischen Kulturen auf dem Teller.
Im Champor schmecken Sie dieses Gespräch in jedem Gang. Ein Roti Canai stammt aus der indisch-muslimischen Tradition, ein Hokkien Char aus der chinesischen, ein Beef Kerabu aus der malaiischen. Wir vereinfachen nichts und glätten nichts weg – die Küche darf so vielschichtig bleiben, wie Penang selbst ist.
Dieser Reichtum ist gewachsene Geschichte: Über den Hafen Penangs zogen jahrhundertelang Händler, Arbeiter und Familien aus halb Asien, und jede Generation legte eine weitere Schicht Geschmack an. Wer bei uns isst, isst ein Stück dieser Geschichte mit – ohne dass es belehrend wird, einfach weil es schmeckt.
Handarbeit statt Fertigprodukt
Bei uns wird gemörsert, nicht aufgerissen. Unsere Currypasten entstehen von Hand im Steinmörser – Zitronengras, Galgant, Schalotten, Chili, Garnelenpaste, alles frisch zusammengestoßen, bis Aroma und Öle freigesetzt sind. Das schmeckt man: Eine handgemörserte Paste hat Tiefe, eine industrielle hat Schärfe ohne Geschichte.
Unser Geflügel kommt vom Geflügelhof Gerlmaier in Forstern in Oberbayern, unser Seafood vom Fischhändler Kagerer. Gemüse, Fleisch und Fisch werden frisch von Hand geschnitten. Wir arbeiten ohne Geschmacksverstärker-Reflex und ohne Convenience-Komponenten – das ist aufwendig, aber es ist der Grund, warum ein Teller im Champor schmeckt wie in Penang und nicht wie aus einer Großküche.
Von Frauen geführt – seit 2004
Das Champor ist ein von Frauen geführtes Haus. Kiren stammt aus Penang, Chefköchin Frau Kasaraporn aus Südthailand – zwei Handschriften, eine gemeinsame Sprache: gut, frisch, echt. Seit 2004 sind wir Deutschlands erstes und bis heute Münchens einziges malaysisches Restaurant. Das ist kein Marketing-Satz, sondern eine schlichte Tatsache: Wer in München malaysisch essen will, kommt zu uns.
Unser Leitsatz lautet „Less a restaurant. More a home.” Wir wollen kein Durchlaufrestaurant sein, sondern ein Ort, an dem man ankommt. Dazu gehört, dass wir Gerichte erklären, Schärfe ehrlich ansagen und Empfehlungen aussprechen, statt nur Bestellungen abzunehmen. Wer zum ersten Mal malaysisch isst, ist bei uns gut aufgehoben.
Was Sie auf der Karte erwartet
Unsere Speisekarte ist eine Reise durch Penang. Zu den Vorspeisen zählen Butter Prawns, Oh Chien – ein Penang-Garnelen-Omelette – Chili Wantans und der vegetarische Rojak Mamak. Bei den Hauptgängen reicht das Spektrum vom Ayam Percik, gegrilltem Hähnchenschenkel mit Erdnusssauce, über die Chili Garlic Duck mit Petai-Bohnen und Garnelenpaste bis zum Prawn & Fish Serai Kari, einem Zitronengras-Kokos-Curry, serviert auf dem Bananenblatt.
Unser Nationalgericht ist Nasi Lemak: Kokosnussreis als Mittelpunkt eines kleinen Festtellers. Vegetarier und Veganer finden mit Vegetable & Tofu Sodhi, dem Rojak Mamak oder Butter-Tofu vollwertige Hauptgerichte, nicht nur Beilagen. Und wer es ernst meint mit Schärfe: Unsere Currypaste hat einen Chili-Anteil von rund 60 Prozent – bei uns ist scharf wirklich scharf.
Dazu kommen die kleinen Klassiker, die in Penang an keiner Garküche fehlen: Roti Canai, das geschichtete Fladenbrot zum Tunken (3,90 € pro Stück), Mee Goreng Kampung und Hokkien Char aus dem Wok, Sambal Fried Rice und Black Pepper Beef. Zum Abschluss empfehlen wir das glutenfreie Ondeh-Ondeh-Dessert (12,90 €) mit Pandan und Kokos, dazu einen Mai-Tai-Cocktail (13,90 €). So wird aus einem Essen ein Abend – Vorspeise, Hauptgang, Süßspeise, alles aus einer Tradition.