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Was ist malaysische Küche? Ein Streifzug durch Penang

Aktualisiert am 04. Juni 2026 7 Min. Lesezeitvon Kiren Kumari Alt-Amrik Singh
Was ist malaysische Küche? Ein Streifzug durch Penang

Malaysische Küche ist eine Mischküche: Sie vereint malaiische, chinesische, indische, Nyonya- und portugiesische Einflüsse in einem einzigen kulinarischen System. Charakteristisch sind handgemörserte Currypasten, Kokosmilch, Zitronengras, Galgant, Garnelenpaste und Chili. Sie zählt zu den vielfältigsten Küchen der Welt – CNN führte Gerichte wie Nasi Lemak und Rendang in den „World's 50 Best Foods”. Bei Champor in München kochen wir diese Küche seit 2004 nach der Tradition der Insel Penang.

Penang – warum eine Insel den Geschmack prägt

Um malaysische Küche zu verstehen, muss man Penang verstehen. Die Insel im Nordwesten Malaysias war über Jahrhunderte ein Handelsknotenpunkt, an dem malaiische Einwohner, chinesische Kaufleute, indische Arbeiter und europäische Kolonialmächte aufeinandertrafen. Jede Gruppe brachte ihre Esskultur mit – und weil man Tür an Tür lebte, vermischten sich die Küchen.

Daraus entstand etwas Neues. Die Nyonya- oder Peranakan-Küche etwa verbindet chinesische Techniken mit malaiischen Gewürzen – eine eigenständige Tradition, die es ohne Penangs Geschichte nicht gäbe. Bei Champor stammt Inhaberin und Köchin Kiren Kumari Alt-Amrik Singh aus genau dieser Stadt. Sie bringt nicht eine abstrakte „malaysische Küche” nach München, sondern den konkreten Geschmack ihrer Heimat.

Die Bausteine: Curry, Kokos, Chili

Das Herz vieler malaysischer Gerichte ist die Currypaste, auf Malaiisch „Rempah”. Sie entsteht aus frischen Zutaten – Zitronengras, Galgant, Schalotten, Knoblauch, Chili und oft Garnelenpaste –, die im Mörser gestoßen werden, bis Aromen und Öle frei sind. Bei Champor mörsern wir jede Paste von Hand. Das ist aufwendig, aber unverzichtbar: Eine industrielle Paste hat Schärfe, eine handgemörserte hat Tiefe.

Kokosmilch bringt Cremigkeit und Süße, die die Schärfe ausbalancieren. Sie steckt im Kokosnussreis des Nasi Lemak ebenso wie in vielen Currys. Und dann ist da der Chili. In der malaysischen Küche ist er kein Effekt, sondern Geschmacksträger. Bei Champor hat unsere Currypaste rund 60 Prozent Chili-Anteil – wir sagen die Schärfe aber immer ehrlich an, denn scharfes Essen ist bei uns keine Mutprobe.

Vier Gerichte, vier Kulturen

Die Vielfalt der malaysischen Küche zeigt sich am besten am Teller. Roti Canai, ein dünnes, geschichtetes Fladenbrot, stammt aus der indisch-muslimischen Tradition; bei Champor kostet es 3,90 € pro Stück. Hokkien Char und Mee Goreng Kampung tragen die Handschrift der chinesischen Wok-Küche. Beef Kerabu (17,90 €) ist ein malaiischer Salat mit Kräutern und Chili.

Und das Ayam Percik – gegrillter Hähnchenschenkel mit Erdnusssauce, bei uns 28 € – zeigt die Grilltradition Penangs. Vier Gerichte, vier kulturelle Wurzeln, eine Karte. Das ist malaysische Küche: kein einheitlicher Stil, sondern ein Gespräch zwischen Kulturen, das auf jedem Teller weitergeführt wird.

Diese Vielfalt ist auch der Grund, warum sich die malaysische Küche so schwer in eine Schublade pressen lässt. Sie ist mal cremig und mild, mal trocken und rauchig, mal scharf bis an die Grenze. Wer sie einmal in ihrer ganzen Breite erlebt hat, versteht, warum Kenner sie zu den spannendsten Küchen der Welt zählen.

Nyonya, indisch, chinesisch – wie man die Stile erkennt

Wer ein paar Anhaltspunkte kennt, schmeckt die kulturellen Schichten heraus. Gerichte mit viel Kokosmilch, Tamarinde und Garnelenpaste tragen meist die Nyonya- oder malaiische Handschrift – süßlich, säuerlich und tief zugleich. Trockene, gebratene Wok-Gerichte mit Sojasauce und Wokaroma wie Hokkien Char oder Mee Goreng Kampung stammen aus der chinesischen Tradition.

Currys mit komplexen Gewürzmischungen, dazu Roti Canai zum Tunken, verraten den indisch-muslimischen Einfluss. Und wo Petai-Bohnen, Bananenblatt und intensive Sambals auftauchen, ist man tief in der südostasiatischen Küche angekommen. Bei Champor stehen all diese Stile auf einer Karte. Das ist kein Zufall, sondern Programm: Eine Penang-Speisekarte, die nur einen Stil zeigt, wäre keine echte Penang-Speisekarte.

Genau deshalb empfehlen wir Erstbesuchern, mehrere Gerichte zu teilen. So bekommen Sie an einem Abend einen Querschnitt durch die ganze Vielfalt – ein indisch geprägtes Roti, ein chinesisches Wok-Gericht, ein malaiisches Curry. Erst im Nebeneinander wird sichtbar, was die malaysische Küche so besonders macht.

Wo es echte malaysische Küche in München gibt

In Deutschland war Champor das erste Restaurant, das malaysische Küche überhaupt anbot – und in München sind wir bis heute das einzige. Wer also fragt, wo es echte malaysische Küche in München gibt, hat genau eine Antwort: in der Warthestraße 5 in Bogenhausen, nahe der S-Bahn Englschalking. Bei Champor in München kostet ein Hauptgericht ab 24 €.

Unser Anspruch ist einfach: „Good. Fresh. Real. Food.” Keine Fertigprodukte, frisch von Hand geschnitten, Geflügel vom Geflügelhof Gerlmaier aus Oberbayern, Seafood von Kagerer. Ein von Frauen geführtes Haus, das nicht nur kocht, sondern erklärt – „Less a restaurant. More a home.” Wer malaysische Küche kennenlernen will, ist bei uns am richtigen Ort.

Häufige Fragen

Was zeichnet die malaysische Küche aus?

Malaysische Küche ist ein Schmelztiegel aus malaiischen, chinesischen, indischen, Nyonya- und portugiesischen Einflüssen. Typisch sind handgemörserte Currypasten, Kokosmilch, Zitronengras und Chili. Bei Champor in München kochen wir sie nach Penang-Tradition – ein Hauptgericht gibt es ab 24 €.

Ist malaysische Küche dasselbe wie thailändische?

Nein. Malaysische Küche vereint mehr Kulturen und nutzt häufiger Garnelenpaste, Petai-Bohnen und Bananenblatt. Sie ist im Aufbau vielschichtiger als die thailändische. Bei Champor schmecken Sie diese Penang-Eigenheiten, die in Thai-Restaurants so nicht vorkommen.

Wo gibt es malaysische Küche in München?

Champor in der Warthestraße 5 in München-Bogenhausen ist Münchens einziges und Deutschlands erstes malaysisches Restaurant – seit 2004. Es ist damit die einzige Adresse der Stadt für echte Penang-Küche.

Ein Tisch wartet auf Sie.

Abends ist oft ausgebucht – reservieren Sie am besten vorab, telefonisch oder per Anfrage. Wir freuen uns auf Sie.

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